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Alles
auf ein Rad gesetzt
DER EINRAD-ANHÄNGER MONOPORTER
Der neue Monoporter transportiert das Gepäck sportlich-einrädrig
- bequem-gefedert. Ideale Voraussetzungen sowohl für große Touren
als auch für kurze Transportfahrten per Rad
... und das Gepäck kommt in den Anhänger. Egal ob große
Tour mit Kind und Kegel oder Einkaufsfahrt in die Innenstadt - wer sein
Gepäck nur am Fahrrad selbst unter- bringen kann, stößt irgendwann
an seine Grenzen. Die Auswahl an zweirädrigen Gepäckanhängern
fürs Rad ist inzwischen recht gro8. Einrädrige Anhänger
gibt es erst von zwei Herstellern. Der BOB Yak (s. Test in RAD-TOUREN
3/00) hat Gesellschaft bekommen: Die deutsche Firma Weber Technik, in
der Radszene bekannt durch ihre Kupplungssysteme und den Kinder-Anhänger
Ritschie2, hat mit dem Monoporter einen gefederten, optisch ansprechenden
und pfiffig konstruierten Anhänger auf den Markt gebracht.
Der Aluminiumrahmen trägt eine massive, leichte Kunststoffplatte,
auf die mit wenigen Handgriffen die (mitgelieferte) Packtasche montiert
oder mit Hilfe von Spanngurten Gegenstände festgezurrt werden können.
Die Deichsel wird mittels einer neuen Weber Zentralkupplung beidseitig
an die Hinterrad-Achse des Fahrrads montiert. Eine dank der Verwendung
von Elastomeren wartungsarme Schwingenkonstruktion dämpft die Stöße.
Das 20"- Laufrad sorgt für gute Laufeigenschaften.
Kleine Hürde
Doch genug der grauen Theorie. Vor jedem Fahrspaß steht die Montage.
Der
Anhänger ist mit wenigen Handgriffen ohne Werkzeug aufgeklappt und
fahrbereit. Die fahrradseitigen Kupplungsteile sind für den bleibenden
Anbau gedacht. Sie bestehen aus den Aufnahmen für die Kupplung und
den dazugehörigen Polygoneinsätzen für Schnellspanner
oder Vollachsen. Nach Entfernen des Schnellspanners (bei Vollachsen der
Muttern) werden die Koppelaufnahmen auf die Ausfallenden gesetzt. Die
Polygoneinsätze dienen dem Schutz von Verdrehung und rasten mit einer
"Nase" in der Radaufnahme. Arretiert wird die Konstruktion durch
die abschließende Montage des mitgelieferten, längeren Schnellspanners
(bzw. bei Vollachsen durch die Radmuttern). Schade nur, dass es so viele
verschiedene Ausfallenden gibt und Pech, dass die beiden von der Redaktion
ausgewählten Testräder nicht auf Anhieb kompatibel für
die Kupplung sind. Bei einem der Räder (ein Giant Freerider) ist
die Öffnung der Radaufnahme zu schmal für die Rastnase des Polygoneinsatzes
- keine Chance.
Beim umseitig vorgestellten Testrad der rheinischen E manufaktur stellt
das Ausfall- ende den Bastler vor das Problem, dass der um das Ausfallende
liegende Ring der Koppelaufnahmen um wenige Millimeter die Gewindeaugen
für die Schutzblechbefestigung abdeckt. In diesem Fall hilft leider
nur schweren Herzens die Schutzblechstreben gemeinsam mit den Gepäckträgerstreben
zu montieren, eine weniger sichere und nicht so elegante Lösung.
Fazit: Unbedingt vor dem Kauf (des Anhängers oder eines neuen Rads)
prüfen, ob die Montage problemlos vorgenommen werden kann.
Sportliches Fahren
Ist die Hürde der Montage erst einmal genommen, steht dem Fahrvergnügen
nichts
mehr im Weg. Der Kupplungsmechanismus ist einfach zu bedienen. Die beiden
Griffstücke werden auf die Koppelaufnahmen gesetzt und durch Drehen
der Griffe verriegelt. Die Kupplung ist au8erdem verschließbar. Ein
klein wenig Gewöhnung bedarf es schon - wie bei jedem Anhänger.
Doch schnell hat man nicht mehr das Gefühl, der Anhänger lenke
das Rad, sondern lernt zu schätzen, dass so ein Einrädriger
die selbe Spur nutzt wie man selbst. Die Federung und die tiefe Lagerung
des Gewichts sorgen für ein gutes Fahrverhalten, auch bzw. gerade
auf schlechten Wegstrecken. Hier liegt deutlich der Vorteil des einrädrigen
Anhängers gegenüber einem zweirädrigen, der nur bedingt
geländegängig ist (dafür jedoch einiges mehr an Zuladung
verkraftet). Wie bei jedem Anhänger lässt sich feststellen,
dass je höher das mitgeführte Gewicht ist, das Fahrverhalten
des Rads stärker beeinflusst wird.
Fazit
Der Monoporter von Weber Technik besticht nicht nur durch sein innovatives
Design. Er ist zusammengefaltet sehr handlich und lässt sich einfach
in der mitgelieferten Transporttasche verstauen. Bei einem relativ niedrigen
Eigengewicht von ca. 6,5 kg (inkl. Packtasche) transportiert er bis zu 25 kg. Er eignet
sich fürs sportliche Fahren ebenso wie für den innerstädtischen
"Schwer"transport per
Rad. Doch es prüfe, wer sich ewig binden will: Die Kupplung passt
nicht auf
jedes Ausfallende - ein kleiner Wehrmutstropfen. na
Quelle: RAD TOUREN Magazin 1/02
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